DJ cET

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Seitdem ihm Ohren gewachsen sind, beschäftigt sich Taps a.k.a. DJ c’ET leidenschaftlich mit Musik. In den letzten Jahren ist er vor allem im Mitteldeutschen Raum unter anderem durch seine Musikprojekte „Seelenküche“ und „Orient Okzidental“ sowie seine Radiosendung „Soul & Sunshine Radio“ bekannt geworden. Schon frühzeitig hat er an den zarten Saiten des Melodiösen gezupft und auf die Rhythmus-Pauke gehauen. Sein großes Interesse an Bass und Groove haben ihn nach und nach zu einem extatischen Rhythmiker mit schlankem Becken und dickem Fell mutieren lassen.

Bereits Ende der 90er Jahre besaß er eine umfangreiche Plattensammlung sowie reichlich Instrumentarial und versuchte sich so an elektronischen Experimenten und schrägen Kombinationen aus schwerem Rock, basslastigem Dub und Electronica: „Die 90er Jahre sind die Wiege aller klubtauglichen elektronischen Musikentwicklungen. Alles was mein Herz heute rhythmischer schlagen und meine Beine zappeln lässt, gab es in irgendeiner sehr ähnlichen Form damals schon. Und alle Versuche davor, den elektrotechnischen Stand der Zeit in Musik zu konvertieren waren – bis auf einzelne große Pioniere, wie Pink Floyd, Kraftwerk oder the Orb – Computer-Schrott und Reverb-Exzess.“

Disco sucks!? – „Nein, natürlich weiß ich die einzelnen musikalischen Bewegungen zu respektieren und zu schätzen. Viele haben uns schließlich auch sehr bereichert, was mich musiktheoretisch gleich zu der für mich absolut wichtigsten Dekade bringt: Die 60er. Kein anderes Jahrzehnt hat uns meiner Meinung nach so viel neue Musikstile und neue musikalische Möglichkeiten offenbart. Klar, der Jazz der 50er war eigentlich schon der Hammer, aber der neue Klang und die neuen Formen der 60er haben den Jazz für mich erst richtig perfekt gemacht. Und der Soul! Großartige Musik mit mehr Seele kaum möglich. Insbesondere die Nu Yorika Szene mit spürbaren lateinamerikanischen Einfüssen hat mich schwer beeindruckt. Auch Psychedelic-Rock und deutliche Tendenzen zu Metal und Punk entwickelten sich bereits in den 60ern. Schließlich die ersten Dub-Reggae-Erscheinungen. Was wären wir heute ohne Lee Perry oder King Tubby? Durch ihr freies Experimentieren mit Musikaufnahmen, Effekten, wildes Zerschneiden und Wiederverkleben von Tonbändern ist der Grundstein für elektronische Klubmusik gelegt worden: The Bass is the Base! Minimalistischer aber vordergründiger Rhythmus, eine eingängige schwere Bassline, eher einfach gehaltene, nur leicht variierende Melodieschleifen. So funktioniert bis heute jegliche Klubmusik. Der Dub hat es also geschafft, diese Grundlage der westlichen Musik zu vererben. Zuvor hat man sich in dieser Weise höchstens hier und da mal von lateinamerikanischer Rhythmik bedient, die oft ähnlich aufgebaut ist. Spätestens mit dem Reggae setzt sich dann der vordergründige Bass und minimalistische Rhythmus weltweit durch.

Die europäische klassische Musik hat uns einst, spätestens mit Johann Sebastian Bach einfach zu steile Vorlagen gegeben. Seither gleicht Musik oft zu viel einer Wissenschaft. Als Konsequenz erlebt die westliche Musik einerseits immer wieder ein viel zu verkopftes Dasein. Zum anderen müssen wir uns nun als Antwort im Unterhaltungsbereich mit zu flachen kommerziellen Veröffentlichungen etwa im Pop-Bereich plagen. Ich bin stets ein großer Freund der anspruchsvollen und experimentellen, aber auch gern minimalistisch gehaltenen Musik gewesen…“.

So ist es kein Wunder, dass c.ET’s besondere musikalische Vorlieben im handgemachten Bereich bei Soul, Jazz, Funk, Latin und Reggae sowie 60s und Stoner Rock liegen; im eher elektronischen Sektor bei Dub, Dancehall, Drum’n Bass, Dubstep und UK Garage. Aber auch im Bereich Techno, House, Moombahton und Trap findet er immer wieder mitreißende Sequenzierungen. Viel weiter in Details und Subgenre zu verfallen würde an dieser Stelle sicher auch nicht mehr offenbaren, als schon gesagt ist. Auflegen kann er alles, was Spaß macht. Selbst Polka-Sets findet man unter seinen Radiosendungsaufzeichnungen. DJ cET ist – genau wie sein vielfältiger, erlesener Geschmack – bekannt für eine gute, flüssige Mischung eingängiger Musik, die kaum zeitliche oder stilistische Grenzen kennt und bei der mit Vorliebe gewisse Exotika oder bassbetonte Grooves die Sinne rhythmisch rauschen lassen. Gern greift er nebenbei zu Samples oder Perkussionsinstrumenten und malt seine Sets mit Live-Einspielungen aus. Come and „c“ E.T…

Trioliohee!!!

http://SoulAndSunshineRadio.tk

http://OrientOkzidental.de

http://Seelenkueche.de

c.ET@live.de

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